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Die älteste Erwähnung Mannenbachs in einer Originalurkunde stammt aus dem Jahre 1221. Die "villule Manninbach" gehörte zum Kloster Reichenau. Nach finanziellen Schwierigkeiten des Klosters im 15. Jahrhundert wurde Mannenbach mehrmals verpfändet. Im Schwabenkrieg wurde das Dorf zusammen mit den Dörfern Triboltingen und Ermatingen am 11. April 1499 von schwäbischen Truppen geplündert und in Brand gesetzt. Vielleicht mag deshalb keiner die Schwaben so richtig gerne.
Seit 1816 bildet das Dorf zusammen mit Salenstein und Fruthwilen eine Munizipalgemeinde. 1979 entstand daraus die Einheitsgemeinde Salenstein. Damit wurde Mannenbach zu einem Ortsteil und verlor seine Eigenständigkeit.
 

SCHLOSS SALENSTEIN

Das Schloss Salenstein hat der Gemeinde den Namen und das Wappen gegeben. Das Schloss wurde 1092 als Sitz für einen Dienstmann des Reichenauer Abtes gegründet. Der Dienstmann gehörte zum niederen Adel und zog für den Abt den Zehnten ein. Auf den Zehnten weist auch der Name „Kloster“ des mächtigen Gebäudes am Hofplatz hin; dort wurde der Zehnten gelagert. Wie viele Ministerialen im Mittelalter, übt der Reichenauer Dienstmann auf Schloss Salenstein in seinem Herrschaftsbereich die niedere Gerichtsbarkeit aus.

Die Entstehung des Schlosses ist im elften Jahrhundert anzusiedeln. 1092 wurden die Herren von Salenstein erstmals urkundlich erwähnt als Ministerialen der Abtei Reichenau. Wie die Abtei Reichenau verarmten sie in den folgenden Jahrhunderten und mussten Salenstein 1375 verkaufen. Salenstein ging in den nächsten siebenhundert Jahren durch viele Hände. Das Schloss wurde dauernd um- und ausgebaut. 1869 kaufte es Baron Alexander von Herder, Enkel von Johann Gottfried Herder. Er renovierte das Schloss im Stil der englischen Neugotik. Seit 1979 ist das Schloss in Besitz der Winterthurer „Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte“.

 

WALLFAHRTSKAPELLE ST. ALOYSIUS
Die Kapelle liegt am südwestlichen Ausgang von Mannenbach auf einem kleinen Hügel. Sie ist auf den See ausgerichtet, die Kapelle wurde 1155 zu Ehren der heiligen Dreifaltigkeit sowie der Heiligen Niklaus, Dionysius und Georg geweiht. Nach der Sage geht die Gründung der Kapelle auf einen Ritter von Salenstein zurück, der sie aus Dankbarkeit über die überstanden Gefahren einer Kreuzfahrt gestiftet habe. Als wichtigste Reliquie wurde ein Splitter des heiligen Kreuzes aufbewahrt. 1692 wurde die Kapelle und die damit verbundene Wallfahrt neu belebt und dem heiligen Aloysius verehrt. Die spätgotische Kapelle wurde 1993 bis 1995 restauriert.

 

SCHLOSS LOUISENBERG
Anstelle des alten Mannenbacher Kaplaneigebäudes baute der ehemalige französische Brigadegeneral Marquis de Crenay 1834/35 ein Herrschaftshaus, das er nach dem Namen der Nichte seiner Frau, Louise de Séréville „Louisenberg“ taufte. Das Gebäude ist dreigeschossig und hat ein flaches Walmdach.

 

 


TOURISMUS

Der Bahnhof Mannenbach liegt an der Bahnlinie Schaffhausen-Kreuzlingen. Im Sommer ist das Dorf per Kursschiff erreichbar (Schifffahrtslinie Schaffhausen- Kreuzlingen). In den Sommermonaten verbindet die Solarfähre Mannenbach mit der gegenüberliegenden Insel Reichenau.

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KUNST AM SEE

Fast direkt am Hafen, in der Seestrasse 8 "Haus am Steg" hat der Künstler Michael Prax seine kleine Galerie. Der Künstler ist bekannt durch seine Antarktis- und Lichtraumbilder. Der See wird mit seinen typischen Wellenbildern umgesetzt. Ab 2005 entwickelte er Lichtkunst mit Kaltlichtkathoden und Kinetische Lichtobjekte. Seine Arbeiten sind auf internationalen Ausstellungen zu sehen und werden in die ganze Welt verkauft.

 

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Sommersee (2007)